Dove – Werbung, die unter die Haut geht

Die Dove-Kampagnen mit den „echten“ Frauen mit Kurven, Sommersprossen und Grübchen sind auch bei uns ziemlich bekannt. Im englisch sprachigen Raum geht deren Kampagnen für echte Schönheit aber oft noch weiter – und zeigt eindrücklich, wie sehr die Selbstwahrnehmung von Frauen von deren Fremdwahrnehmung abweicht. Dove  und andere haben Studien gemacht, die hier eine grosse Kluft  aufdecken – wobei neuere Studien zeigen, dass in letzter Zeit die Schere auch bei jungen Männern auseinander geht (nicht gerade die Art von Gleichberechtigung, die frau sich wünscht).

Das Engagement von Dove umfasst – neben der Werbekampagne – auch Schulungsmaterial für Schulen und Eltern. Und ein paar sehr, sehr berührende  Videos. Das neueste, das ich heute bei coolbrandz gesehen habe, ging mir so richtig unter die Haut:

Was meint ihr, wie das bei uns aussehen würde????

Nachtrag 19.4.2013
Hier findet ihr einige der Zeichnungen gemäss Selbstbeschreibung bzw. der Fremdbeschreibung: Gegenüberstellung

 

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3 Gedanken zu „Dove – Werbung, die unter die Haut geht

  1. Ich finde es auch grundsätzlich super, das eine Marke weg geht von den gephotoshopten Bildern von Magermodels und irgendwelchen Botschaften, die mir sagen, ich bin nicht gut genug. Aber ich verspüre ein großes Unbehagen, wenn mir eine Marke ihre Werbekampagne, die einzig und allein dem Verkauf von noch mehr Produkten dient, als Aufklärungskampagne verkaufen will. Hier geht es nicht darum, uns wohler mit unseren Körpern fühlen zu lassen, sondern das Gefühl, ich bin schön genug, soll direkt mit Dove assoziiert werden. Und das macht die Kampagne echt gut, überall wird sie positiv aufgenommen.

    Aber ist euch aufgefallen, dass in diesem Werbespot (und in allen anderen Werbespots und auf allen Plakaten von Dove) nur Menschen zu sehen sind, die landläufig als attraktiv gelten? Da frage ich mich, was ist mit denen, die nicht den gängigen Schönheitsidealen entsprechen? Dürfen die sich nicht schön fühlen? Die ganze Kampagne hinterfragt in keinster Weise, ob Schönheit überhaupt etwas mit Äußerlichkeiten zu tun hat.

    Im Übrigen gehört Dove zum Konzern Unilever. Unilever führt auch Marken wie AXE oder Du Darfst. Die letzte Plakatkampagne von AXE (und alle davor) gehören zum sexistischsten, was die Plakatwerbung in Deutschland zu bieten hat. Und Du Darfst wird zwar mit Werbeslogans gegen den Diäten- und Magerwahn beworben, unterstützt als Diätprodukt diesen aber direkt (das dieser Trick scheinbar funktioniert, finde ich kurios).

    Was vielleicht nicht bekannt ist und was diese Werbung aber natürlich verschweigt: Unilever führt Tierversuche durch. Ich finde, schöne Menschen müssen sich nichts auf Gesicht schmieren, für das vorher Tiere gequält wurden.

    1. Meiner Meinung nach vermischst du hier einiges: Ja, Dove macht Werbung und verkauft Produkte – dazu stehen sie auch. Gleichzeitig unterstützen sie Studien, die das Selbstbild der Frauen untersuchen; oder Kurse, die gegen Magersucht und Diätwahn ankämpfen. Das ist für mich kein Problem, solange offen kommuniziert wird, wer dahinter steckt, und das ist hier der Fall.
      Der Vorwurf, dass nur Menschen abgebildet werden, die landläufig als attraktiv gelten, scheint mir schwer zu fassen – was für dich attraktiv ist, mag für andere schon zu … sein (dick, alt, fleckig … bitte ergänzen). Die Palette der Sujets ist sehr breit, wie eine einfache Google-Suche zeigt – auch wenn bei uns nicht alle zu sehen sind.

      Deine weiteren Bemerkungen schiessen für mich am Thema meines Posts vorbei – diese Diskussion möchte ich hier nicht vertiefen, es gibt genügend Foren, in denen diese Themen im Fokus stehen.

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