Der perfekte Liebesbrief

Der Valentinstag naht …

… und damit die Zeit für Liebesbriefe. Hier einige Tipps, die Ihnen das Schreiben des perfekten Liebesbriefes vereinfachen:

1) Der Liebesbrief ist in erster Linie perfekt, weil er von Ihnen kommt.

Das heisst:
Versuchen Sie gar nicht erst, sich anders zu geben, als sie sind. Ihr Freund/ Ihre Freundin will keinen Schiller, Shakespeare, Unheilig oder Rosenstolz – sondern Sie, mit all Ihren Ecken und Kanten. Wenn Sie nicht der grosse Redner vor dem Herrn sind, halten Sie sich kurz – und überraschen allenfalls mit Zeit und Ort, zum Beispiel mit einem Zettel im Necessair oder zwischen der Schmutzwäsche.

2) Ihr Liebesbrief muss gar nicht perfekt sein, nur ehrlich und engagiert!

Will heissen:
Wenn Sie Mühe haben, die richtigen Worte zu finden, stehen Sie dazu! Schreiben Sie: Ich habe Mühe dir zu sagen oder zu schreiben, wie sehr ich dich liebe, und doch möchte ich, dass du weisst …

Aber:
Man sollte dem Brief anmerken, dass Sie sich Mühe gegeben haben: Auf dem Entwurf können Sie durchstreichen, Tippfehler drin haben oder Sätze verdrehen – eine saubere Abschrift oder einen schönen Ausdruck, am besten auch spezielles Papier oder originell verpackt geben Ihren Worten den richtigen Rahmen.

3) Schreiben Sie den ersten Entwurf nicht an den Geliebten / an die Geliebte, sondern in Gedanken an Ihre beste Freundin/ Ihren Kumpel.

So geht’s:

  1. Nehmen Sie ein neues Blatt Papier oder öffnen Sie das E-Mail-Programm.
  2. Klagen Sie Ihrem Freund, Ihrer Freundin Ihr Leid:
    Eigentlich will ich meinem Johnny, meiner Lara einen Liebesbrief schreiben, aber ich finde die Worte nicht.
  3. Und dann schreiben Sie dem Adressaten, was Sie eigentlich sagen möchten:
    Ich will Johnny / Lara sagen, wie viel Spass ich habe, wenn wir gemeinsam den Tatort sehen und dabei lästern … Wie viel lustiger Besuche bei meinen Eltern sind, seit sie dabei ist … Wie viel Kraft er mir gegeben hat, als ich die neue Stelle suchen musste … etc.
  4. Wenn Sie fertig sind, schicken Sie das Mail NICHT ab, sondern verfassen auf dieser Basis Ihren Brief:
    Lieber Johnny / Liebe Lara, weisst du eigentlich wie viel Spass ich habe, wenn wir gemeinsam den Tatort sehen und dabei lästern … Wie viel lustiger Besuche bei meinen Eltern sind, seit du dabei bist? … Habe ich dir schon mal gesagt, wie viel Kraft du mir gegeben hast, als ich die neue Stelle suchen musste … Dafür danke ich dir von ganzem Herzen etc.
  5. Lesen Sie den Brief laut vor:
    Wenn Sie an einer Stelle stolpern, blau anlaufen oder unfreiwillig lachen, sollten Sie diese Stelle überarbeiten. Sätze kürzen, Alternativen zum auslösenden Wort suchen – oder im Zweifelsfall einen Satz streichen.
  6. Machen Sie daraus die Geschenkfassung – auf schönes Papier, verziert, von Herzen
  7. Freuen Sie sich über die Reaktion!

4)   Holen Sie sich Unterstützung bei einem Profi!

Wer nicht selber kochen kann, geht in einen Kochkurs, wer Mühe hat mit Nähen, schneidert sich seinen Lieblingsmantel mit Hilfe einer Schneiderin. Weshalb also nicht auf die Dienste einer Texterin / eines Texters zurückgreifen, wenn Sie einen speziellen Brief verfassen möchten?

Keine Angst:
Ihnen werden keine Worte in den Mund gelegt, die nicht von Ihnen stammen könnten!

Gute TexterInnen wissen, wie Sie die Menschen zum Reden bringen; sie kitzeln die Informationen aus Ihnen heraus und achten dabei darauf, welche Worte Sie benutzen, ob Sie eher bildlich oder sachlich sprechen, kurze oder lange Sätze verwenden etc. Ich persönlich schreibe Privatbriefe (auch Bewerbungen etc.) am liebsten mit dem Kunden / der Kundin gemeinsam, bei einem Kaffee. Und wenn ich das fertige Werk vorlese, ist mein grösstes Kompliment jeweils: Genau das wollte ich sagen!

Und nun: Frohes Schreiben!

Und nicht vergessen: Liebesbriefe zum Valentinstag sind etwas Schönes – aber ein Liebesbrief irgendwann im Jahr, wenn man gar nicht damit rechnet, ist ein riesiges Geschenk!

 

Übrigens:

Billets doux:
Auch ein „Ich hab dich lieb“, versteckt im Necessaire des Partners, der auf Geschäftsreise ist, zählt als Liebesbrief. Oder die Karte, die er ihr von dieser Reise schreibt: „Du fehlst mir!“.

Das Liebesglas ist eine Alternative für alle, die viele Ideen haben und gerne basteln, aber keine Romane schreiben:
Verschieden farbige Post-its nehmen, Kategorien bilden: Gelb = Kompliment, Grün= Wünsche, Rosa = Gutscheine, Blau = Weisch no etc.

Beschriften:

  • Mir gefällt dein Lachen!
  • Ich würde gerne mal wieder mit dir zu unserem See gehen
  • Gutschein für eine Massage
  • Kuck mal: Da waren wir am ersten Hochzeitstag! etc

 

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